Im Gegensatz zur Chinesischen Körperakupunktur ist, ist dieses Therapiekonzept mit ca. 50 Jahren noch sehr jung.
Als Reflextherapie ist sie eine Ergänzung der Chinesischen Medizin, hat ihre Wurzeln aber in Europa. Entwickelt wurde sie durch den Franzosen Paul Nogier, der feststellte, dass die Reizung bestimmter Areale im Ohr Rückenschmerzen deutlich lindern kann.
Nogier erkannt, dass sich der gesamte Körper im Ohr abbilden läßt und es für jedes Körperareal hier ein Korrespondenzareal gibt. Der geübte Therapeut kann aus der Lage der akuten Punkte auf die tatsächlich gestörten Bereiche im Körper schließen und auf diese Art zielgerichtet auf Störungen eingehen.
Die Ohrakupunktur ermöglicht sowohl den schnellen und direkten Zugriff auf die Symptome und zeitigt gleichzeitig bei Anwendung der konzeptionellen Strategie von NOGIER (und den Weiterentwicklungen, etwa von G.LANGE), langfristige und dabei meist sofort spürbare Behandlungserfolge.
Aufgrund der schnellen und präzisen Wirkung auf Körpergeschehen ist die Ohrakupunktur besonders in der Notfallmedizin einsetzbar. Über das Ohr können Schmerzen, welcher Art sie auch sind, beeinflusst, gelindert und häufig ganz ausgeschaltet werden. Für alle Erkrankungen des Nervensystems z.B. Angstzustände, Konzentrationsmängel, Schwindel usw. ist die Ohrakupunktur von großer Wirkung.
Eine besondere Bedeutung kommt der Ohrakupunktur bei der Suchtbehandlung z.B. zur Entwöhnung bei Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabusus, zur Raucherentwöhnung oder bei der Normalisierung des Essverhaltens.
Besondere Verdienste bei der Weiterentwicklung eines besonders wirksamen naturheilkundlichen Ansatzes der Ohrakupunktur kommt Michael Noack, Berlin zu. Seine Sommerkurse im CCM-Nord finden begeisterten Anklang.